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10.11.2015

Werken ist ein cooles Fach

Der gestalterische Unterricht an der Schule ist nicht nur den entsprechenden Lehrkräften, sondern auch den Schülerinnen und Schülern wichtig. Die Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri beteiligt sich an der Aktion Wollhammerrot.


Bericht: Tagblatt Online, Maya Mussilier

Im Unterrichtszimmer für Textiles Werken im Schulhaus Nordstrasse ist ein bisschen Hektik spürbar. Die Sechstklässler wollen vor der grossen Pause noch möglichst viele Karten fertigstellen. «Als wir vor drei Wochen mit der Postkartenaktion für das Projekt Wollhammerrot angefangen haben, war die Begeisterung bei den Schülern noch etwas verhalten. Unterdessen sprühen sie geradezu von Ideen», sagt Rahel Schneider, Lehrerin für Textiles Werken.

Mit verschiedenen Techniken

In der Schachtel der fertiggestellten Karten ist eine bunte Vielfalt zu finden. Rahel Schneider zieht einige Karten heraus. Das Spektrum reicht von Patchwork bis hin zu aufgenähten Knöpfen, Papierfalttechniken oder Zeichnungen.

Während die Mädchen eifrig Spitzen und Motive auf die Karten kleben, sitzen die Buben an den Nähmaschinen und umranden die Karten mit einem Zickzackstich. «Es ist cool», sagt Pascal Räber. «Wir können hier unsere Phantasie voll ausleben und die Sujets selbst erfinden.» Der Sechstklässler zeigt stolz seine neueste Kreation.

Die Buben häkeln gern

Im Textilen Werken mag er es besonders zu häkeln und zu nähen. «Stricken ist hingegen nicht so meins», sagt er und spricht damit seinem Kollegen Valon Ceka aus dem Herzen. Auch ihm gefällt es besonders gut zu häkeln. Er findet es gut, dass auch die Buben im Textilen Werken unterrichtet werden. Bei der Aktion hat im besonders gefallen, dass alle gut zusammengearbeitet haben.

«Das Textile Werken ist mein Lieblingsfach», sagt Rukan Koury und strahlt über das ganze Gesicht. Es mache ihr einfach viel Spass. «Eigentlich macht das unsere ganze Klasse wirklich gerne», sagt das Mädchen und greift gleich darauf wieder zu Schere und Leim. Dafür nimmt sich Cheyenne Imhof kurz Zeit, um einige Fragen zu beantworten. Die Postkartenaktion findet die Schülerin super. «Jemand hat eine Idee, und gleich darauf gibt es von allen Seiten weitere Ideen», freut sie sich. Auch für diese Schülerin ist das Textile Werken klar der Favorit. «Ich habe schon immer gerne gebastelt. Wenn immer ich Zeit habe, bastle oder zeichne ich etwas», erzählt sie.

Rund 350 Karten aus Amriswil

Dass die Schüler so engagiert dabei sind, freut die beiden Lehrerinnen Rahel Schneider und Priska Rechsteiner. «Die Kinder haben in der Schule so viel kopflastigen Unterricht, da ist das Gestalterische als Ausgleich besonders wichtig», findet Priska Rechsteiner. Im Hinblick auf den Lehrplan 21 wolle man dem Unterricht in diesen Fächern mehr Gewicht geben. Deshalb beteiligen sich sämtliche Amriswiler Textil-Werklehrerinnen am Projekt. Rund 350 Karten wird die Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri in den nächsten Tagen verschicken.

 

Bildlegende:  Postkarte an den Schulpräsidenten Markus Mendelin