News Unsere Schule

24.11.2025

Standort für Provisorium in Sommeri ist bekannt

Nach dem Nein der Schulbürger zum Schulhausneubau in Sommeri war klar: Es braucht eine Interimslösung. Aber auch diese muss noch Hürden überwinden.


Das Provisorium soll auf dem Schulareal in Sommeri gebaut werden. Wo genau, gibt die Schulbehörde bald bekannt. Bild: Manuel Nagel

«Behörden finden gemeinsame Lösung» lautet die Überschrift einer Mitteilung der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri sowie der Politischen Gemeinde Sommeri. Aufgrund steigender Schülerzahlen und des dringenden Raumbedarfs sei eine rasche Entscheidung zur Positionierung des Schulprovisoriums notwendig gewesen, sagt Schulpräsident Michael Stäheli-Engel. Schulbehörde und der Gemeinderat Sommeri hätten sich intensiv damit befasst.

Das war unabdingbar, denn der Standort des Provisoriums muss mehrere Anforderungen erfüllen, die sich die Behörden selbst gestellt haben: Die interimistische Lösung darf einem möglichen Neubau nicht im Weg stehen, Bauzufahrten müssen gewährleistet sein, der Schulbetrieb soll reibungslos laufen und die Räume ausreichend Licht erhalten. Ebenso habe man bei der Standortfindung Rücksicht auf die Nutzung des Sportplatzes durch Schule und Vereine nehmen wollen.

Alle Optionen werden nochmals geprüft

Der Gemeinderat Sommeri beschloss ausserdem, die Entwicklung des ganzen Schulareals inklusive Rugglihaus und Musikpavillon zu prüfen. Mit einem Bauexperten wolle man Ideen entwickeln, wie das Areal optimal genutzt werden könne und welche Synergien sich ergeben.

Das eröffnet neue Möglichkeiten, wie etwa schon von Karl Spiess, Sprecher der «IG bezahlbare Schule», die gegen das abgelehnte Projekt opponierte, angedacht. Nach dem abgelehnten Baukredit an der Urne wird die Schulbehörde deshalb nicht nur einen Neubau prüfen, sondern auch Umbau-, Erweiterungs- sowie Sanierungsvarianten des bestehenden Schulhauses und der Mehrzweckhalle. Obschon bei Spiess und der IG die Finanzen im Vordergrund stehen, verschliesse man sich nicht einer «besseren Lösung», auch wenn diese letztlich mehr koste, falls auch noch die Turnhalle zur Debatte stehe.

«Mit dem Provisorium wird der Weg frei, alle Optionen sorgfältig zu vergleichen und eine nachhaltige Lösung zu finden», schreiben VSG und die Gemeinde Sommeri. Sobald konkrete Vorschläge vorliegen würden, werde man über das weitere Vorgehen informieren. Auch der genaue Standort wird erst in den kommenden Tagen bekannt gegeben. Doch eines ist klar: Das mehrere Millionen teure Provisorium muss ebenfalls erst ein Ja an der Urne erhalten.