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27.04.2016

Schule verkauft alte Schulhäuser

Zwei Liegenschaften in Oberaach und eine in Räuchlisberg haben ausgedient. Nun will sich die Schule von den drei Gebäuden trennen. Die Stimmberechtigten sollen Anfang Juni an der Urne ihre Zustimmung geben.


Bildlegende: Das Schulhaus Räuchlisberg wird schon seit einigen Jahren nicht mehr für schulische Zwecke genutzt.

Bericht und Bild: Tagblatt omline - 27.04.2016, Rita Kohn

Die Schulbehörde möchte die Kompetenz erhalten, die beiden alten Schulhäuser in Oberaach und das Schulhaus Räuchlisberg zu verkaufen. Die Stimmberechtigten sollen am 5. Juni an der Urne entscheiden, ob die Behörde den Verkauf vornehmen kann.

Die drei Liegenschaften werden nicht mehr schulisch genutzt. Laut Schulpräsident Markus Mendelin konnten sie zwar vermietet werden, doch ist der Mietertrag nicht so hoch, dass die Schule einen finanziellen Vorteil daraus ziehen könnte. Die Liegenschaften zu unterhalten sei sehr kostspielig, führt Markus Mendelin an. Deshalb zieht die Schule den Verkauf vor.

Schon länger vermietet

Das Schulhaus Räuchlisberg ist schon seit längerer Zeit nicht mehr in Betrieb. Schon Anfang der 80er-Jahre hatte sich abgezeichnet, dass der Schulbetrieb in Räuchlisberg nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Die Kinder besuchen heute die Schule in Hagenwil. Zwar wurden die Schulräume danach noch hin und wieder schulisch genutzt, doch seit Sommer 2011 ist es auch damit vorbei. Heute wird einzig noch das Wahllokal im Schulhaus betrieben. Da will die Schule abklären, ob das weiterhin möglich wäre.

Neues Schulhaus in Oberaach

Die beiden alten Schulhäuser in Oberaach sind durch den Bau des neuen Schulhauses überflüssig geworden. Sie gelten gemäss Schutzplan der Stadt Amriswil als wertvoll und müssen erhalten bleiben. Die Parzelle soll voraussichtlich aufgeteilt und die Schulhäuser einzeln verkauft werden. Dass die Schulhäuser zum Verkauf stehen werden, hatte die Schulbehörde schon in der Abstimmungsbotschaft vom November 2011 angekündigt. Man wolle beim Verkauf rücksichtsvoll und umsichtig umgehen, gerade auch im Hinblick auf die Mieter, versprach Mendelin.

Rechnung schliesst mit Gewinn

Fast eine Million besser als erwartet schliesst die Rechnung der Schule für das Jahr 2015. Anstelle des budgetierten Rückschlags von gut 317 000 Franken kann die Rechnung mit einem Überschuss von rund 621 000 Franken aufwarten.

Grund für die Verbesserung gegenüber dem Budget ist ein deutlicher Mehrertrag bei den Steuern. Relevant sind hier vor allem die Grundstückgewinnsteuern, da diese bei der Berechnung der Staatsbeiträge nicht berücksichtigt werden. Der Mehrertrag aus Einkommens- und Vermögenssteuern hingegen führt dazu, dass die Staatsbeiträge entsprechend tiefer ausfallen, haben also auf die Rechnung eine untergeordnete Bedeutung.

Es wurde gespart

295 000 Franken besser als erwartet schliesst die Rechnung im Bereich Sachaufwand. Hier hätten alle Abteilungen eine grosse Ausgabendisziplin gezeigt, sagt Schulpfleger Peter Ebinger. Dass der Gesamtaufwand dennoch höher liegt, als budgetiert, ist unter anderem auf die Eröffnung einer weiteren Kindergartenabteilung in Hemmerswil zurückzuführen.

Die Schulbehörde beantragt den Stimmberechtigten, 500 000 Franken aus dem Rechnungsvorschlag in den Erneuerungsfonds für Baufolgekosten einzubezahlen. 120 800 Franken sollen dem Eigenkapital zugewiesen werden. Die Stimmberechtigten stimmen an der Urne über die Rechnung und die Verwendung der Mittel ab.

Ersatzwahl nötig

Weil Claudia Schindler nach ihrer Wahl zur Kirchenpräsidentin von ihrem Amt als Schulbehördenmitglied zurücktritt, wird eine Ersatzwahl nötig. Zur Verfügung gestellt hat sich Renate Koch aus Oberaach. Sie ist die einzige offizielle Kandidatin. Gewählt wird ebenfalls am Urnengang vom 5. Juni.

Sporthalle

Schule trägt zur notwendigen Sanierung bei

Die Sporthalle Tellenfeld ist in die Jahre gekommen und muss dringend saniert werden. Da gleichzeitig der Platzbedarf im Bereich Hallenflächen gestiegen ist, verknüpft die Stadt die Sanierung mit einem Hallenneubau, gleich im Anschluss an die bestehende Sporthalle. Da die Schule selber derzeit keinen Bedarf nach zusätzlicher Hallenfläche hat, verzichtet sie darauf, das Neubauprojekt finanziell zu unterstützen. Steht dann jedoch die Halle, so ergäbe sich für die Schule bestimmt die eine oder andere Nutzung, sagt Schulpräsident Markus Mendelin.

Anders sieht es bezüglich bestehender Sporthalle aus. Diese gehört zur Hälfte der Schule, so dass sie einen Anteil von 2,305 Millionen Franken an die Sanierung der alten Halle leisten will. Die Volksschulgemeinde beantragt deshalb ihren Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, am 5. Juni Ja zu sagen zum Anteil an die Gesamtsanierung der Sporthalle. Schafft das Projekt die Abstimmungshürde, würde die Sanierung die dritte Bauetappe darstellen.