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10.11.2017

Rote Null soll schwarz werden

Die Volksschulgemeinde präsentierte am Mittwochabend ihr Budget für das kommende Jahr. Sie rechnet mit einem Verlust von 17700 Franken, ist aber zuversichtlich, aus dem Minus ein Plus machen zu können.


Die Volksschulgemeinde präsentierte am Mittwochabend ihr Budget für das kommende Jahr. Sie rechnet mit einem Verlust von 17700 Franken, ist aber zuversichtlich, aus dem Minus ein Plus machen zu können.

Bericht Tagblatt online: 10.11.2017 / Manuel Nagel

Der Volksschulgemeinde stehen in nächster Zeit grössere Investitionsbrocken bevor. In zwei Wochen wird über den Abbruch und Neubau des Kindergartens Mühlebach abgestimmt. 2,7 Millionen Franken würde das die VSG kosten. Hinzu kommen Projekte für das Schulhaus Hemmerswil (Gesamtsanierung oder Abbruch und Neubau) und den Kindergarten Hölzli (Abbruch und Neubau) sowie der schulische Beitrag an die Tellenfeldhalle.

«Insgesamt 18,625 Millionen beträgt das Investitionsvolumen für die Jahre 2018 bis 2021», sagt Severin Gutjahr-Preisig, der die Finanzen unter sich hat. Schaut man sich die Erfolgsrechnung an, so müssten eigentlich in den Jahren 2019 bis 2021 die Steuern von 100 auf 102 Prozent steigen. Dennoch stellt Gutjahr klar, dass man den vom Kanton festgelegten Referenzsteuerfuss unverändert bei hundert Prozent belassen und nicht überschreiten wolle. Allerdings wäre dann nach 2021 das Eigenkapital der VSG, das im Moment noch über sechs Millionen beträgt, aufgebraucht.

Auch die Schule ist gezwungen zu sparen

Im Jahr 2018 budgetiert die VSG mit einem Gesamtaufwand von 32369700 und einem Gesamtertrag von 32352000 Franken. «Natürlich ist das ein Rückschlag von 17700 Franken, doch wir wollen mittels Kostenmanagement versuchen, dies ins Positive zu drehen» sagt Gutjahr-Preisig. Man schaue stark darauf, dass nur das getan werde, was nötig sei. Auch bei der Schule sei man gezwungen zu sparen. Dennoch seien die geplanten Investitionen der Baukommission grundsätzlich tragbar, findet der Finanzchef, «sofern wir die notwendige Ausgabendisziplin einhalten.»  

Schülerzahlen im Kindergarten und in der Sekundarschule steigen

«Grundlage für das Budget sind die Schülerzahlen», sagt Severin Gutjahr-Preisig. Diese werden zweimal im Jahr erhoben: jeweils am 15. Februar und 15. September.

Für 2018 rechnet die Schulbehörde mit 326,5 Kindergärtlern (2017: 319,5), 882 Primarschülern (2017: 883) und 466,5 Sekundarschülern (2017: 462,5). Das wären zehn Schüler mehr als im Vorjahr.

Auch bei den Steuereinnahmen soll es einen Zuwachs geben. Gemäss den Berechnungen der Gemeinden Amriswil, Hefenhofen und Sommeri werden 1,543 Millionen Franken Mehreinnahmen erwartet. Doch die Volksschulgemeinde könne davon nur teilweise profitieren, erklärt Peter Ebinger, Leiter der Schulverwaltung. Dementsprechend tiefer seien dann die Beiträge des Kantons, die nach Amriswil fliessen.

«Wie geht das auf?», wollte CVP-Präsident Benno Schildknecht von Peter Ebinger wissen. Die höheren Steuereinnahmen kämen wohl aufgrund der regen Bautätigkeit. Und dennoch rechne die Schulverwaltung nur mit zehn Schülern mehr. «Jeweils im August erstellen wir eine Statistik, wie sich die Schülerzahlen entwickeln, mit den Kindern, die bereits geboren sind. Das ist für uns massgebend – auch für die Infrastruktur, die wir zur Verfügung stellen müssen», antwortete der Schulverwalter. Er habe sich selber gewundert, weshalb die Kinderzahlen bislang nicht stark zugenommen hätten. Das sei halt eine gewisse Unbekannte. Aufgrund der bestehenden Kinder in Amriswil rechne man jedoch im Schuljahr 2019/2020 mit einer Klasse mehr, die in den Kindergarten eintreten wird, sowie mit einer weiteren Klasse ein Jahr darauf.