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Parlamentswahlen in der Primarschule Kirchstrasse
Noch nicht lange her, da wurden in der Schweiz National- und Ständeräte gewählt. All jene, die im Parlament der Schweiz sitzen und die Geschicke dieses Landes mitbestimmen. Genauso im Schulparlament der Primarschule Kirchstrasse.
Alle Stimmberechtigten in der Schweiz wählten vor nicht langer Zeit 200 Mitglieder des Nationalrates und 46 Mitglieder des Ständerates. 6000 Leute haben sich für diese 246 Ratssitze zur Wahl gestellt. Damit hatten über 5000 Kandidatinnen und Kandidaten keine Chance, gewählt zu werden, auch wenn sie noch so gerne Verantwortung übernommen hätten. Aber so funktioniert Demokratie; die einen werden gewählt und fühlen sich als Sieger, die anderen schaffen es nicht, obwohl sie vielleicht voller Hoffnungen waren.
Die Klassen in der Schule Kirchstrasse wählten in diesem Herbst aus jeder Klasse eine Parlamentarierin oder einen Parlamentarier. Auch bei uns gab es solche, die gewählt wurden und solche, die es nicht schafften. Solche, die sich nun über eine besondere Aufgabe freuen und solche, die ein bisschen traurig sind, dass sie es nicht geschafft haben. Diejenigen, die es schafften, spüren genau, dass es eine besondere Aufgabe sein wird. Sie können mitbestimmen, diskutieren, ihre Ideen einbringen, etwas auf die Beine stellen.
Ich bin beeindruckt von all jenen, die den Mut haben, im Schulparlament mitzuarbeiten. Aber noch viel mehr beeindrucken mich jene im Schulparlament, die wirklich etwas mithelfen, die etwas tun, die sich für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler einsetzen.
Als in der Turnhalle bei der Vollversammlung Ende Oktober alle Klassenchefs und -chefinnen und alle frisch gewählten Parlamentarierinnen und Parlamentarier vor versammelter Schülerschar in einer Reihe standen und die Kinder klatschten, spürte man den Stolz und die grosse Freude. Alle Lehrerinnen und Lehrer, alle Erwachsenen, die in der Schule arbeiten, wünschen dem frischen Parlament Mut, Geduld, gute Ideen und Lust, sich für die ganze Schule einzusetzen.
Text: Gallus Frei
Fotos: Mette Baumgartner


