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Kinder spielen bald wieder nach Norm
Die Volksschulgemeinde präsentierte gemäss Severin Preisig, Präsident der Finanzkommission, eine «unspektakuläre Rechnung». Im kommenden Jahr stehen vor allem die Sanierungen der Spielplätze an.

Peter Ebinger, Leiter der Schulverwaltung, Präsident Markus Mendelin, Finanzchef Severin Preisig und Vizepräsident Samuel Oberholzer stellen das Budget der Volksschulgemeinde vor.
Bericht: Tagblatt online, 10.11.2016 / Manuel Nagel
«Die Ergebnisse waren teilweise ernüchternd», gab Samuel Oberholzer, Vizepräsident der Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri, ohne Ausflüchte zu. Die VSG liess in diesem Sommer von der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) sämtliche ihrer Spielplätze überprüfen.
«Wir haben da Nachholbedarf», sagte Oberholzer. Die VSG reagierte sofort und liess ein Gutachten erstellen, wie viel sie für die Sicherheit der Kinder investieren muss. 200 000 Franken kostet es, die Spielplätze wieder den gültigen bfu-Normen anzupassen. «Wir wollen alle nötigen Arbeiten im nächsten Jahr durchführen und nicht etappieren – auch aus Haftungsgründen», ergänzte Peter Ebinger, Leiter der Schulverwaltung und zuständig für die Infrastruktur der VSG. Wegen der Sanierung der Spielplätze nimmt nun der Sachaufwand im Vergleich zum Vorjahr um rund sechs Prozent zu. Auch der Personalaufwand hat sich um ein halbes Prozent erhöht, obwohl die Lohnsumme für das Lehrpersonal sogar um 100 000 Franken abgenommen hat. Der Mehraufwand sei zur Hauptsache auf die Einführung der Tagesschule Nostra zurückzuführen, erklärte Schulbehördenmitglied Severin Preisig, der die Finanzen unter sich hat.
Weiter konnte Preisig vermelden, dass mit einem Zuwachs an Steuereinnahmen in der Höhe von 630 000 Franken gerechnet werden könne. Doch die VSG profitiert nur in geringem Masse davon, wie der Finanzchef vorgerechnet hat. Infolge des höheren Fiskalertrages sänke auch der Transferertrag (finanzieller Ausgleich zwischen den Thurgauer Schulgemeinden) um über eine halbe Million. Unter dem Strich bleiben der VSG somit weniger als 100 000 Franken übrig.
Beinahe drei Millionen sind im kommenden Jahr für Investitionen budgetiert, ausschliesslich in Liegenschaften. Insbesondere beim Standort Mühlebach, wo die Schulhaussanierung in der Schlussphase ist (Anteil für 2017 eine Million) und wo ein neuer Doppelkindergarten gebaut werden soll. Ziel sei es, den Baukredit von 1,5 Millionen im Spätsommer 2017 an die Urne zu bringen.
Eigentlich wäre bei den für 2017 budgetierten 388 000 Franken Rückschlag ein Steuerfuss von etwa 102 Prozent notwendig, sagte Finanzchef Preisig. Vorerst bleibe der aber bei 100 Prozent.