News Unsere Schule
Die VSG möchte das Oberfeld der Stadt abkaufen
Am Donnerstagabend luden die Stadt Amriswil und die VSG Amriswil-Hefenhofen-Sommeri zur gemeinsamen Partei- und Medieninformation ins Stadthaus.
Für die VSG anwesend waren Präsident Markus Mendelin, Vizepräsident Samuel Oberholzer, dem auch das Bauwesen untersteht, Schulbehördemitglied Anita Länzlinger (Schulstrukturen) und Peter Ebinger, Leiter der Schulverwaltung. Die Stadt Amriswil wurde vertreten durch Stadtammann Martin Salvisberg und Roger Häni, Kommunikationsverantwortlicher der Stadt.
Stadtammann Salvisberg redete auch gar nicht lange um den heissen Brei herum, sondern liess die Katze aus dem Sack: Der vor 20 Jahren ausgehandelte Baurechtsvertrag zwischen der Stadt und der Schulgemeinde für das Schulareal Oberfeld soll aufgelöst und das Land der VSG verkauft werden.
Am 28. Februar stimmen deshalb die Amriswiler Stimmbürger gleich zweimal über die entsprechende Vorlage ab. Einmal als Bürger der politischen Gemeinde, einmal als Bürger der Schulgemeinde. Weil die VSG jedoch auch die Gemeinden Hefenhofen und Sommeri beinhaltet, müssen auch die Hefenhofer und Sommerer noch ab- resp. zustimmen. Nur wenn beide Körperschaften zustimmen, kann die VSG das Land für 3,9 Millionen Franken von der Stadt erwerben.
Aktuell gehören der Stadt das Land inkl. Parkplatz, die Zivilschutzanlage unter dem Kindergarten und zwei Drittel der Dreifach-Turnhalle. Der Schule gehören das Schulhaus, der Kindergarten und der restliche Drittel der Sporthalle. Nach dem das Gesetz über die Beitragsleistungen an die Schulgemeinden durch den Grossen Rat auf den 1.1.2011 geändert wurde, endete auch die bis zu diesem Datum vollumfänglich vom Kanton bezahlte Abgeltung der Baurechtszinsen. Mit der Umstellung auf Schülerpauschalen sind auch die Zinszahlungen pauschaliert. Da der Baurechtsvertrag einen festen – nicht indexierten – Zins von 6% auf 90 Jahre vorsieht, schlagen die 253‘000 Franken vollumfänglich bei der Volkschulgemeinde zu Buche. Ein Zinssatz notabene, der heute weit vom realen Zinsniveau entfernt ist. Deswegen habe man vor vier Jahren erneut begonnen, Gespräche über eine mögliche Übernahme zu führen, wie Martin Salvisberg erläuterte. „Es wird für die Schulgemeinde nicht nur günstiger, sondern auch Vermietung und Unterhalt werden einfacher zu koordinieren sein, wenn alles der Schulgemeinde gehört“, ist auch Markus Mendelin überzeugt.
Beide Präsidenten betonten die gute Zusammenarbeit zwischen politischer und Schulgemeinde und hoffen, dass die Stimmbürger der Vorlage zustimmen werden. „Die Stadt musste sich von diesem Gartenhaag-Denken verabschieden, dass ihr nun jährlich Einnahmen von rund einer Viertelmillion entgehen resp. ein Ertragsausfall von rund 148‘000 Franken netto verbleibt. Doch für die Amriswiler Stimmbürger ändert sich eigentlich nichts, da es ja dieselben Menschen sind“, führte der Stadtpräsident aus. Handkehrum kann die Stadt den Millionenbetrag gut brauchen, da in naher Vergangenheit viele Projekte realisiert wurden und auch in Zukunft einiges auf dem Wunschzettel steht.
Und Schulpräsident Markus Mendelin schob nach, dass er in der VSG schon gar nicht mehr die Grenzen zwischen Amriswil, Hefenhofen und Sommeri zieht. „Wir denken gesamtheitlich. Wir vergessen Sommeri und Hefenhofen nicht, wie ja die Sanierung des Sonnenbergs gezeigt hat. Es ist eine prosperierende Zusammenarbeit.
Damit die Amriswiler die Abstimmungsbotschaft nicht zweimal bekommen und so kein Papier verschwendet wird, liegt die Broschüre als gemeinsame Botschaft im Couvert der VSG bei.
Sowohl die Schulbehörde als auch der Amriswiler Stadtrat sind überzeugt, dass – selbst wenn kurzfristig für beide Seiten ein zusätzlicher Aufwand entsteht – langfristig gedacht diese Lösung für alle Seiten ein Gewinn sein wird.
Die Botschaft ist auch digital auf den Homepages der Volksschulgemeinde www.schulenamriswil.ch oder der Stadt www.amriswil.ch einsehbar.
