News Nordstrasse
Besuch im Zürizoo
Die 4. Klässler der Nordstrasse haben sich seit den Sommerferien intensiv mit Reptilien, insbesondere mit Land- und Wasserschildkröten, auseinandergesetzt. Zum krönenden Abschluss des Themas besuchten wir gemeinsam den Zürizoo.
Am Morgen durften wir an einem Workshop mit Frau Weigelt teilnehmen. Gemeinsam wiederholten wir, was wir über Reptilien gelernt haben. Wir haben auch die Unterschiede zwischen Reptilien und Amphibien besprochen und somit noch etwas Neues dazu gelernt. Sie hat uns viele Sachen mitgebracht, wie zum Beispiel das Skelett einer Schlange oder den Panzer einer Schildkröte, welchen wir beim Herumgeben auch einmal von Innen betrachten konnten.
Anschliessend führte sie uns ins Reptilienhaus, wo wir endlich verschiedene Reptilien aus der Nähe betrachten konnten. Da gab es Schlangen, Krokodile und verschiedene Echsen. Frau Weigelt konnte uns über jedes Tier sehr viel Interessantes erzählen und hat geduldig all unsere Fragen beantwortet. Es war sehr schade, dass an diesem Tag nicht gefüttert wurde, das hätten wir wirklich gerne beobachtet. Einige Tiere haben sich ganz schön gut versteckt und wir mussten genau hinschauen, um sie zu finden. Besonders schwierig war das bei einem kleinen blauen Gecko.
Dann führte sie uns in einen Raum unterhalb des Reptilienhauses und wir waren sehr gespannt, was jetzt noch kommen mochte. Frau Weigelt ist dann kurz verschwunden und mit drei Reptilien zurückgekommen, die wir sogar streicheln durften. Das erste war eine Rotbauch-Schmuckschildkröte, die sich mit aller Kraft aus Frau Weigelts Hand befreien wollte. Sie war sicher froh, als sie wieder ins Wasser durfte. Als zweites lernten wir Henrietta kennen, eine Bartagame, die mit ihren Stacheln gerne blufft. Denn eigentlich sehen die nur gefährlich aus, fühlen sich aber ganz weich an. Als letztes durften wir eine Boa Constrictor streicheln, die sich fest um Frau Weigelts Bauch geschlungen hatte.
Zum Abschluss des Workshops durften wir, zurück im Schulzimmer des Zoos, ein Reptil filzen und als Schlüsselanhänger mit nach Hausen nehmen. Dabei sind viele schöne Schildkröten, Geckos und Krokodile entstanden.
Nach diesem spannenden Morgen haben wir gemeinsam das Mittagessen auf dem Wespenplatz, in der Nähe der Masoala Halle genossen. So waren wir wieder gut gestärkt für den Zoospaziergang am Nachmittag.
Weil es draussen ziemlich kalt war, haben wir entschieden, zuerst in die Masoala Halle zu gehen. Das Staunen war schon beim Eintreten sehr gross. Wir fühlten uns wie in einem echten Regenwald. Da die Tiere hier alle frei leben, mussten wir wieder genau hinschauen, um sie zu entdecken. Wir sahen viele bunte Vögel, einige Grosse Madagaskar Taggeckos und drei Galappagos Riesenschildkröten. Hoch oben in den Bäumen entdeckten wir einen Flughund und einen Maki, die beide ein Mittagsschläfchen hielten. Das grosse Highlight war aber, dass wir auf einem Busch gleich vier Chamäleons entdeckten, die uns alle mit ihren schönen Farben begeisterten.
Als nächstes besuchten wir die Elefanten in ihrem schönen neuen Zuhause. Omysha, das Elefantenmädchen, welches im letzten Jahr zur Welt kam, konnten wir leider nur von Weitem sehen. Und Maxi, der Elefantenbulle, zeigte sich gar nicht. Die anderen Elefanten überraschten uns jedoch durch ihre Grösse und ihr Geschick, mit dem Rüssel ganze Äste zu brechen.
Dann ging es zu den Raubkatzen. Die waren zwar alle etwas schläfrig, aber dadurch konnten wir sie gut beobachten. Die Tiger versteckten sich hinter einem grossen Baumstamm und nur hin und wieder konnten wir sie sehen, weil einer den Kopf hob. Die Schneeleoparden kuschelten sich eng aneinander und putzten sich gegenseitig mit der Zunge. Die Löwen reagierten überhaupt nicht und genossen die Ruhe in der Sonne.
Zu den Brillenbären kamen wir gerade rechtzeitig. Sie bekamen gerade etwas zu fressen und wurden so aus ihren Verstecken gelockt. Die Nasenbären und die kleinen Pandas hingegen hatten es sich auf einem Baum gemütlich gemacht und wollten nicht näher kommen.
Zum Schluss besuchten wir noch die Affen. Die Gorillas und die Orang Utans zu beobachten hat uns riesen Spass gemacht. Sie haben miteinander gespielt und sind wie wild herumgeturnt. Die Jungen haben die älteren geärgert und sind dann schnell wieder abgehauen. Ein bisschen haben uns die Affen auch an uns selber erinnert.
Der Tag im Zoo war sehr spannend, aber irgendwann mussten wir uns dann wieder mit dem Tram auf den Weg zum Bahnhof machen. Im Zug haben wir noch lange über die Tiere gesprochen und wir waren uns einig, dass das sicher nicht unser letzter Besuch im Zoo war.
Bericht: Nadine Schlappritzi, Nordstrasse
